Er wurde in Yanbu‘ geboren und fing bereits als Kind an den Qur‘ān und Fiqh zu lernen. Sein Vater gehörte der mālikītischen Rechtsschule an, weshalb Muḥammad zunächst die Rechtsschule seines Vater in Qūṣ lernte. Bei seinem späteren Lehrer’Izz ad-Dīn ibn ’Abdussalām lernte er die shāfi‘ītische Rechtsschule. Laut as-Subkī besteht Konsens darüber, dass er der Mujaddid des siebten islamischen Jahrhunderts war. Außerdem war er ein Mujtahid Muṭlaq und ein Gelehrter, der in zwei Rechtsschulen den höchsten Rang erhielt. Zu seinen Schülern gehörte der berühmte aḏ-Ḏahabī. Er erhielt das Amt des obersten shāfi‘ītischen Richters in Ägypten. Zu seinen bekanntesten Werken gehört sein Sharḥ zu ’Umdah al-Aḥkām und sein Sharḥ zu an-Nawawī‘s 40 Aḥādīṯ. Der Beiname „Ibn Daqīq al-ʿĪd“ bedeutet zu Deutsch: „Sohn des Mehls vom Eid-Tag“. Bereits sein Vater und sein Großvater trugen diesen Beinamen, da sein Großvater am Festtag der Muslime ein Kleidungsstück trug, was so weiß war, dass es von der Farbe her Mehl ähnelte.